Bouvier investiert!

Value & Price

Kategorie: Glossar (Seite 1 von 6)

Glosse zur FAZ

Normalerweise vermeide ich es, das, was mir unsere Leitmedien als Nachrichten auf die Titelblätter, in die Tagesschau oder auf ihre Internetportale packen, zu konsumieren, weil ich zum Einen das Gefühl habe, dass ich nicht jedes Detail zum Amoklauf in Halle wissen muss, um einen Eindruck der Schrecklichkeit dieses Ereignisses zu erhalten, und zum Anderen mir nicht vorschreiben lassen will, womit sich mein Kopf beschäftigt. So ergab es sich also gestern, dass ich, durch eine berufliche veranlasste Fügung einen reisebedingten Timeslots von vier Stunden mit Tätigkeit zu füllen hatte. Leider hatte ich dazu nur eine Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) zur Verfügung, die aber, nachdem man den obligatorischen Nachrichtenteil zügig überblättert hatte, mit einem “Verlagsspezial zur Geldanlage” aufwartete.

Cover des Verlagsspezials der FAZ vom 10.10.19
Verlagsspezial der FAZ vom 10.10.2019

Und schon war meine Neugier geweckt! Was empfiehlt denn unsere gute, alte, allwissende FAZ dem geneigten Leser als das Beste und Neueste zum Thema Investments? Es war mir nach der Lektüre ein Bedürfnis, dieses Verlagsspezial heute hier zu kommentieren.

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Net Asset Value (NAV)

In Folge meines Vergleichsbeitrages zu den Beteiligungsgesellschaften GBK und BlueCap gab es viele Diskussionen über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Bewertungsansätze bei der Unternehmensanalyse. Während ich bei meinen Analysen stets beim bilanziell ausgewiesenen Buchwert (je Aktie) starte, sehe anderen Value-Investoren diese Kennzahl eher kritisch:

Die Unternehmenskennziffer Buchwert je Aktie gibt die Höhe des auf die Aktionäre entfallenden Eigenkapitals pro Aktie an. Er berücksichtigt nur den bilanziell ausgewiesenen Wert der Aktiva, nicht jedoch mögliche stille Reserven oder stille Lasten. Daher sind Buchwerte in der Bilanz skeptisch zu betrachten, weil man sie kaum verifizieren kann.

Michael C. Kissig, intelligent-investieren.net

Weil ich immer für einen sachlich-fachlichen Diskurs zugänglich bin, möchte ich mich heute etwas näher mit dem Net Asset Value (NAV) befassen, der scheinbar von anderen Value-Investoren bevorzugt wird und ja offensichtlich etwas anderes sein muss, als der reine Buchwert.

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Fielmann und IFRS 16

Während der monatlichen Anpassung meiner Watchlist fiel mir im ersten Quartalsbericht des Geschäftsjahres 2019 der Fielmann AG auf, dass sich die Eigenkapitalquote durch die ab 1. Januar verpflichtende Anwendung des Buchhaltungsgrundsatzes IFRS 16 von rund 75% auf knapp über 53% verringert hat. Das liegt kurz gesagt daran, dass sich die Bilanzsumme durch die Ausweisung von bestehenden Mietverhältnissen (“Leasingverhältnissen”) extrem vergrößert hat.

Was bedeutet diese Änderung bzw. diese zusätzliche Information aber für meine Bewertung der Vermögenslage des Unternehmens und demnach für den inneren Wert der Aktie? Das möchte ich in diesem Beitrag gern erörtern.

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