Bouvier investiert!

Value & Price

Glosse zur Wende

Vor einigen Wochen geriet ich anlässlich der 70 Jahre Grundgesetz, der jährlichen Feiern zum Tag der deutschen Einheit und der “Die Anstalt“-Sendung vom 05.11.2019 mit einem ehemaligen Kommilitonen in ein intensives Gespräch. Der klassische Dreiklang: Investment, Volkswirtschaft, Weltpolitik. Mein Ex-Mitstudent ist beruflich aktuell in den schöneren Ecken der deutschen Hauptstadt tätig und erzählte mir in unserem Dialog von einem Diskurs mit seinem Großvater (einem Ur-Ossi), der der AFD zugeneigt zu sein scheint, während mein Bekannter eher in die andere politische Richtung schielt.

Das Ergebnis des Diskurses meines Bekannten mit seinem Großvater war eine zärtliche, aber bestimmte “Brand-Mail” des Ersteren an den Letzteren, die der Erstere mir unter Zusicherung der Anonymität zur Veröffentlichung auf meinem Blog zur Verfügung stellte. Zum Kontext: mein Bekannter wurde von seinem Großvater gebeten, ihm, also dem Großvater, ein paar schöne und relevante Fragen für eine Wahlkampfrunde aller Parteien irgendeiner Landkreiswahl in Brandenburg vorzuformulieren, was dann letztendlich in dem besagten Diskurs und der “Brand-Mail” kanalisierte. Ohne weiteres Vorgeplänkel, hier also nun das besagte Schriftstück im Originalwortlaut…

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Nachtrag: Munich Re

Nach meinem letzten Artikel zur Munich Re hatte ich, entgegen meiner Erwartung, nicht das Gefühl, das Versicherungsthema, die Branche, die Unternehmen, Versicherer vs. Versichertem erschöpfend beziehungsweise befriedigend betrachtet zu haben. Für mich blieben einige Fragen offen, die ich in diesem Nachtrag nun zu beantworten suche.

Um das Wesen der Assekuranzen gründlicher zu verstehen, Buffetts Fetisch besser nachvollziehen zu können, will ich also heute auf Basis der Berkshire-Aktionärsbriefe, Buffetts Einschätzung/Historie zu seinen Versicherungsunternehmen und der Q3/2019-Präsentation tiefer in die Materie eindringen. Insbesondere sein Ein– und Ausstieg in die Eigentümerschaft bei der Munich Re wirft für mich einige Fragen auf. Ich hoffe, am Ende des Artikels selbsbewusst sagen zu können, ob die Munich Re zum aktuellen Kurs (knapp 260 Euro) ein guter Kauf ist.

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Munich Re

Was mich schon immer interessiert hat, was ich aber auch immer gemieden habe, weil ich der Meinung war, es wäre zu komplex, ist die Frage, warum Warren Buffett immer schon ein großer Fetischist Fan des Versicherungsgeschäftes war. Schon früh in seiner Investorkarriere, also so in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, erwarb er ganze Versicherungsgesellschaften, um Zugriff auf ihren “Float” zu erhalten.

Nun ergab es sich, dass meine Hausbank Anfang November eine “DAX-Woche” proklamierte, in der jeder Kauf einer DAX-Aktie pauschal nur einen Euro kosten sollte. Egal welches Volumen, egal welche Aktie. In diesem Zusammenhang fragte ich mich, welchen DAX-Kandidaten, abgesehen von meiner Musterdepot-BASF, ich denn kostensparend erwerben könnte, wenn es Value- und Preis-mäßig attraktiv wäre.

Beides zusammen, also Buffetts Fetisch und das Aktionsangebot meiner Hausbank, zwangen mich dann dazu, mich näher mit der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG und ihrem Business zu befassen. Heraus sprang der heutige Beitrag.

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