Bouvier investiert!

Value & Price

Ungleichheit

Ein Vorteil, den eine mehr oder weniger freiwillige häusliche Quarantäne bietet, ist der Umstand, dass man sehr viel Zeit für Dinge hat, für die man im “normalen” Alltag oftmals nicht die Zeit findet. Seit einigen Jahren schon habe ich die Angewohnheit, mir eine durch bestimmte Ereignisse ausgelöste Neugier für ein bestimmtes Thema durch einen sofortigen Kauf dazu passender Bücher für später zu “konservieren”. Das führt dann dazu, dass sehr viele nagelneue, aber unberührte Bücher in meiner bescheidenen Bibliothek zu finden sind, deren darin für mich haltbar gemachter Wissensdurst nur auf eine Gelegenheit wartet, gestillt zu werden.

Gestern also, bei der Lektüre der “Hinweise des Tages” der NachDenkSeiten vom 31.03.20, Punkt 19, “Eine gerechtere Gesellschaft ist möglich”, wurde ich dazu animiert, der noch verschweißten Ausgabe von Thomas Pikettys “Das Kapital im 21. Jahrhundert” in meinem Bücherregal völlig unromantisch ihre Jungfräulichkeit zu nehmen. Warum wurde ich dazu animiert? Weil ich in der aktuellen Situation viel sensibler dafür bin und genauer spüre, wie ungleich die Menschen von den deutschen Regelungen zum “Schutz der Risikogruppen und des Gesundheitssystems in der Corona-Krise” sowie ihren finanziellen Auswirkungen betroffen sind.

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Musterdepot 04/20

Irgendwie stellt sich aus meiner Sicht mitten in der Corona-Krise eine gewisse Normalität ein. Wir wissen, dass wir in Deutschland quasi nur noch für Lebensmittelkäufe, Arztbesuche oder sonstige “notwendige” Tätigkeiten (z. B. Baumarktbesuche) vor die Tür dürfen; doch das auch nur mit Personen des “eigenen Hausstandes”, einer “hausstandfremden” Person oder am besten gleich ganz allein. Wenn man das Glück hat, ein Dach über dem Kopf zu haben und darüber hinaus ein Einkommen, welches der aktuellen Corona-Krise standhält, dann fühlt es sich eigentlich gar nicht so schlimm an, habe ich gehört. Die Aktienmärkte schwanken nach wie vor sehr stark, jedoch hat sich der konstante Abwärtstrend des März in einen sehr volatilen Seitwärtstrend verwandelt. Höchste Zeit also, “ganz normal” weiterzumachen und ein Musterdepot-Update zu “pushen”.

Auf geht’s!

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Schloss Wachenheim AG (Liquidität)

Am 24. Februar 2020 veröffentlichte die Schloss Wachenheim AG (SWA) die Halbjahreszahlen für das Geschäftsjahr 2019/20. Während der Umsatz zwar leicht stieg, ließ das EBIT mit einem Abfall von 19,4 Mio. Euro auf 15,5 Mio. Euro natürlich zu wünschen übrig. Aber man sei, das war vor dem europäischen Corona-März, zuversichtlich für die zweite Hälfte des Geschäftsjahres und erwarte eine “positive Geschäftsentwicklung“.

Im nun fast schon abgelaufenen März 2020 hat sich einiges zugetragen. Die deutsche und eigentlich die gesamte europäische Wirtschaft wird brachial zu einer “Vollbremsung” gezwungen, um dem Virus die Stirn zu bieten beziehungsweise den Virus daran zu hindern, die Anfälligkeit des eigenen, neoliberal optimierten Gesundheitssystems zu offenbaren.

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