Value & Price

Kategorie: Glosse (Seite 1 von 12)

Eine Übersicht aller Artikel, in denen ich typische Investment-Begriffe und -themen anschaulich kommentiere (ID10).

2. Glosse zu Corona

Es kommt mir nun inzwischen schon wie eine halbe Ewigkeit vor, dass ich meine erste Glosse zu Corona sowie meine trotzige Glosse zur Konformität in Corona-Zeiten erfasst habe. Im Börsenjahr 2021 habe ich tatsächlich bisher nur einen einzigen Blog-Artikel verfasst und das hat Gründe, die ich mir heute gerne von der Seele schreiben möchte.

Als “die Seuche” im Frühjahr 2020 weltweit begann, wurde sie in Deutschland gar nicht für relevant gehalten. Politiker und Medien sprachen von einer “Grippe”, die Sinnhaftigkeit von Mund-Nasen-Masken wurde in Frage gestellt. Wer heute diese Sinnhaftigkeit in Abrede stellt, wenn auch begründet, ist fast schon Blasphemiker!

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Glosse zur Rational AG

In gesellschaftlich dunklen Zeiten, die wenig inspirierend sind und mich somit eigentlich vom Bloggen abhalten, weil jede Aktienkursbewegung eines Unternehmens eigentlich irgendwie Corona-bezogen ist, freue ich mich besonders, wenn mich mal wieder ein Thema so “flasht”, dass ich darüber schreiben muss. Heute also eine schnippische Glosse zur gesunden, deutschen Rational AG und ihrer kapitalistischen Affäre mit dem globalen Zuhälter BlackRock.

In diesem Zusammenhang frage ich mich übrigens, in welchem objektiv messbaren Moment ein sogenanntes “Wachstumsunternehmen” aufhört ein “Wachstumsunternehmen” zu sein und den Status eines “normalen” Value-Unternehmen annimmt. In meinem ersten Beitrag zur Rational AG kam ich, unter der Annahme der Gewinn je Aktie der AG in den Jahren 2019 bis 2028 würde jährlich um 1,30 Euro steigen, zu einem fairen “Wachstumswert” dieser Value-AG von 250 Euro je Aktie. Dass das EPS in Zeiten in und um Corona, in denen Großküchen, Hotel bzw. Großveranstaltungen ja nicht mehr “en vogue” zu sein scheinen, sehr großzügig gerechnet ist, ist hoffentlich nachvollziehbar.

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Glosse zum Glück

Irgendwann im Laufe des ersten Lebensjahres dieses Blogs habe ich mich dazu hinreißen lassen, meine persönliche, finanzielle Freiheit als übergreifendes Ziel dieser Webseite zu definieren; genau so, wie es gefühlt tausende andere Finanzblogs ebenfalls tun. Ich war der Meinung, das wäre ganz natürlich, denn warum sollte ich mein Börsen-Nerd-“Talent” nicht für solch ein scheinbar erstrebenswertes Ziel verwenden.

Hinzukommt, dass “finanzielle Freiheit” so schön definierbar ist: 70% meiner monatlichen Kosten sollen von passivem Einkommen gedeckt sein, sobald ich 60 Jahre alt bin. Ergo: monatliche Kosten gering halten und bis zur Erreichung des Zielalters Kohle scheffeln, scheffeln, scheffeln so viel es geht! Komme was wolle!

Aber warte mal: Was ist mit dem Glück? Mit der Lebensfreude? Spaß? Und all den anderen synonymen Emotionen? Bin ich bis dahin eine rücksichtslose Maschine, die blind einer Zahl auf irgendeinem virtuellen Statusanzeiger hinterherrennt? Einem virtuellen Statusanzeiger, der von anderen und größeren sowieso beliebig manipulierbar ist? Ist das wirklich erstrebenswert? Und viel wichtiger: bin ich glücklich, sobald ich das Ziel erreicht habe? Was war in der Zwischenzeit? Was ist aus mir geworden? Was bleibt von mir als Mensch?

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