Value & Price

Schlagwort: Glosse (Seite 2 von 9)

Nachtrag Vermögensaufbau

Nachdem ich meinen letzten Beitrag zum Vermögensaufbau aus meiner Sicht etwas unbefriedigend mit dem Fazit beendete, dass ein negatives Vorzeichen beim Aufbau eines Aktienvermögens fast schon natürlich ist, will ich heute etwas mehr darauf eingehen, wie man denn nun seine Performance in Bezug auf die eigenen Investitionsentscheidungen messen könnte.

Der Wortteil “-aufbau” in “Vermögensaufbau” impliziert ja bereits ein konstant steigendes Depotvolumen/Aktienvermögen, aber dieses Volumen könnte ja auch durch stetige Zuflüsse “frischen” (bisher nicht im Depot enthaltenen) Geldes gewachsen sein. Somit hätten wir zwar ein negatives Vorzeichen, welches mit einem stetig anwachsenden Depotvolumen einhergeht, so wie ich es als Indikator für den Vermögensaufbau im vorangegangenen Artikel andeutete, aber über die Güte meiner Anlageentscheidungen (Käufe/Verkäufe) sagt das eigentlich noch überhaupt nichts aus.

Wie also messe ich in diesem Szenario (steigendes Depotvolumen durch frisches Geld, aber trotzdem immer ein “rotes Depot”) eben diese Güte? Woher weiß ich, dass ich ein verhältnismäßig guter Investor bin?

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Vermögensaufbau

Wenn ich in der glücklichen Situation wäre, das ganze “Spiel mit der Börse” wirklich als Spiel zu sehen und es ohne Rücksicht auf Verluste ausüben könnte, weil mein Vermögen eben einfach viel zu gigantisch ist, um es wirklich substantiell verzocken zu können, dann müsste ich mit Sicherheit weniger Gehirnschmalz in dieses Thema stecken, als ich es jetzt tue.

Nun ist es aber so, dass ich dieses “Spiel” seit 15 Jahren mit einem ernsten Hintergrund “spiele”, den ich ganz banal mal mit dem Wort (Get-Rich-Slowly-But-Steady) “Vermögensaufbau” betiteln möchte. In diesem Zusammenhang also und mit meiner Geschichte als Investor vor Augen fällt mir auf, dass meine einzelnen Aktienpositionen sich zu einem beliebigen Zeitpunkt X der letzten 15 Jahre in Bezug auf die Aktienkursgewinne eigentlich immer im roten Bereich befanden. Nach einiger Überlegung kam ich dann zu dem Schluss, dass diese Tatsache mit Blick auf das ausgegebene Ziel des Vermögensaufbaus, eigentlich ganz natürlich scheint.

Diese Schlussfolgerung möchte ich im heutigen Beitrag erörtern.

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Ungleichheit

Ein Vorteil, den eine mehr oder weniger freiwillige häusliche Quarantäne bietet, ist der Umstand, dass man sehr viel Zeit für Dinge hat, für die man im “normalen” Alltag oftmals nicht die Zeit findet. Seit einigen Jahren schon habe ich die Angewohnheit, mir eine durch bestimmte Ereignisse ausgelöste Neugier für ein bestimmtes Thema durch einen sofortigen Kauf dazu passender Bücher für später zu “konservieren”. Das führt dann dazu, dass sehr viele nagelneue, aber unberührte Bücher in meiner bescheidenen Bibliothek zu finden sind, deren darin für mich haltbar gemachter Wissensdurst nur auf eine Gelegenheit wartet, gestillt zu werden.

Gestern also, bei der Lektüre der “Hinweise des Tages” der NachDenkSeiten vom 31.03.20, Punkt 19, “Eine gerechtere Gesellschaft ist möglich”, wurde ich dazu animiert, der noch verschweißten Ausgabe von Thomas Pikettys “Das Kapital im 21. Jahrhundert” in meinem Bücherregal völlig unromantisch ihre Jungfräulichkeit zu nehmen. Warum wurde ich dazu animiert? Weil ich in der aktuellen Situation viel sensibler dafür bin und genauer spüre, wie ungleich die Menschen von den deutschen Regelungen zum “Schutz der Risikogruppen und des Gesundheitssystems in der Corona-Krise” sowie ihren finanziellen Auswirkungen betroffen sind.

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