Value & Price

Monat: Januar 2019 (Seite 4 von 7)

Das Eigenheim

In diesem Beitrag möchte ich gern erörtern, ob das klassische Szenario des Eigenheimerwerbs heutzutage ein gutes Investment ist. Die Ratio lautet: „Na wenn ich 700 Euro Miete zahle für eine kleine Wohnung in der Stadt, dann kann ich doch auch 700 Euro Kredit für mein Eigenheim bezahlen, das mir am Ende der Kreditlaufzeit dann aber miet- und schuldenfrei gehört!“

Für die Beurteilung dieser Investition betrachten wir also wieder einmal den inneren Wert des Investitionsobjektes im Verhältnis zu seinem Preis. Der innere Wert setzt sich zusammen aus Anschaffungskosten („Buchwert“) sowie dem erwarteten Barmittelzufluss über die Lebensdauer des Objektes. Durch die Zinszahlungen während der Laufzeit und die normale Abnutzung des Objektes (Stichwort: Abschreibung für Abnutzung) wird der letztendliche Preis, also alle damit verbundenen Zahlungen wie Zins und Tilgung, eines Eigenheims den Buchwert immer übersteigen. (1)

Da die monatlich gesparten Mietzahlungen meistens eins zu eins für die Kreditrate aufgewandt werden, gibt es auch während der Lebenszeit der Immobilie keinen Barmittelzufluss (Cash-Inflow), den man zum inneren Wert des Eigenheims hinzuaddieren könnte. Darüber hinaus ist es eher wahrscheinlich, dass nach 5, 10 oder 20 Jahren zusätzlich zur Kreditrate ein Cash-Outflow zu erwarten ist, da Modernisierungen oder Reparaturen anstehen.

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Due Diligence

Es gibt einen Wikipedia-Artikel zu Due Diligence und die einfache Übersetzung „sorgfältige Prüfung“ trifft es schon ganz gut. Allerdings ist diese Definition für mich als Investor zu „leer“, zu leblos, um sie zu akzeptieren. Aus diesem Grund möchte ich auf diesen Begriff näher eingehen.

Im wunderschönen Buch „A Gift to my children“ von Jim Rogers, übrigens eine von James Montiers Leseempfehlungen, führt der Autor leicht verständlich aus, was er unter „Due Diligence“ in Bezug auf das Investieren versteht. Ich zitiere:

„Look through every financial statement you can get your hands on, including the detailed notes. If you just read the annual reports of companies, you will have done more than 98 percent of investors. If you read the notes of the financial statements, you will be ahead of 99.5 percent. Verify those financial statements, as well as future projections announced by top executives, by doing your own legwork.“

Jim Rogers in „A Gift to my children“, Seite 16
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Innerer Wert einer Aktie

Wenn es gelingt, den inneren („intrinsischen“) Wert einer Aktie, eines Unternehmens, zu berechnen, dann ist es ziemlich leicht, ihn ins Verhältnis zum Kurs bzw. Kaufpreis zu setzen und um eine Aussage darüber zu treffen, ob ein Unternehmen über- oder unterbewertet ist. Nur gibt es heute keine einzige allgemeingültige Formel, die den inneren Wert objektiv bestimmt.

Warren Buffett umschreibt die Ermittlung des inneren Wertes in seinem „Eigentümerhandbuch“ von 1996: „Es ist der abgezinste Barwert der Mittel, die dem Unternehmen während seiner verbleibenden Laufzeit entnommen werden können.“ Im Nachgang schränkt er aber direkt ein und gibt zu, dass der intrinsische Wert immer nur eine Schätzung sein kann; selbst Mr. Buffett und sein „Compagnion“ Charlie Munger kommen auf Grundlage der gleichen Zahlen für ein und dasselbe Unternehmen auf unterschiedliche Einschätzungen dieses inneren Wertes.

Wir halten also fest: Der innere Wert eines Investments ist am Ende nur eine subjektive Einschätzung! Wie können wir diese Einschätzung aber nun etwas objektivieren bzw. mit Fakten unterfüttern/stützen?

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